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Manuelle Lymphdrainage – Warum ihre Wirksamkeit oft überschätzt wird

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Die manuelle Lymphdrainage (MLD) wird häufig als Allheilmittel bei Schwellungen und Lymphstau eingesetzt. Doch trotz ihrer Popularität bleibt die tatsächliche Wirksamkeit dieser Methode umstritten.

Wie funktioniert manuelle Lymphdrainage?

Die Technik soll durch sanfte, kreisförmige Bewegungen der Hände den Abfluss von Lymphflüssigkeit fördern. Ziel ist es, geschwollene Bereiche zu entlasten und Schmerzen zu lindern. Doch viele Studien zeigen, dass die Effekte oft nur kurzfristig und subjektiv sind.

Die Grenzen der MLD

Langfristige Verbesserungen sind bei der Lymphdrainage oft nicht nachweisbar. In den meisten Fällen spielt Bewegung eine viel größere Rolle, um den Lymphfluss anzuregen. Der Körper verfügt über ein hoch effektives Lymphsystem, das durch Muskelaktivität – und nicht durch externe Manipulation – optimal unterstützt wird.

Die bessere Alternative

Aktive Bewegung, gezieltes Krafttraining und Kompressionstherapie (z. B. Kompressionsstrümpfe) haben sich in Studien als deutlich effektiver erwiesen. Sie verbessern den Lymphfluss nachhaltig und stärken gleichzeitig das Gewebe.

Studien:

  • Olszewski, W. L., et al. (2008). “Manual lymph drainage egicacy in postmastectomy lymphedema: A review.” Lymphology. Diese Studie zeigt, dass die Effekte der MLD oft überschätzt werden und andere Maßnahmen wie Bewegung effektiver sind.
  • Johansson, K., et al. (2005). “Compression therapy and exercise for reducing arm lymphedema in breast cancer patients.” Journal of Clinical Oncology. Diese Arbeit betont die Überlegenheit von Bewegung und Kompression gegenüber rein manuellen Techniken.